| Was versteht man darunter?
Die Krankengymnastik ist eine Sonderform der Bewegungstherapie. Sie
hat jedoch im Gegensatz zu dieser nicht das primäre Ziel, Krankheiten
vorzubeugen. Krankengymnastik ist in der Regel eher Teil der
Behandlung einer bestehenden Krankheit oder wird in der Nachbehandlung
von Krankheiten, Operationen oder Unfällen eingesetzt. Die Übungen
werden unter Anleitung von Krankengymnasten oder Physiotherapeuten
ausgeführt. Dabei gibt es eine Vielzahl von Verfahren, die zum größten
Teil in eigenen Schulen gelehrt werden. Sie erfordern eine mehrjährige
Ausbildung.
Die Anwendungsgebiete umfassen vor allem Schäden am
Bewegungsapparat und Haltungsschäden. Darüber hinaus gibt es spezielle
Übungen zur Förderung der Herz- und Lungenfunktion oder bei
Bewegungsstörungen (z. B. nach einem Schlaganfall oder bei spastischen
Lähmungen). In der Schwangerschaft und in der nachgeburtlichen Phase
hat die Krankengymnastik eine wichtige unterstützende Funktion.
Eine auf ein spezielles Krankheitsbild abgestimmte Form der
Krankengymnastik ist beispielsweise die Beckenbodengymnastik gegen
Inkontinenz.
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